Michelle geht eigentlich gerne in die Schule, sie hat einige Freundinnen. Eine Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwäche begleitet sie seit ihrer Volkschulzeit.
Ihre Mutter übt jeden Tag mit ihr zu Hause, jedoch tritt keine Besserung ein. Sie üben trotzdem eifrig weiter, nach dem Motto: „Gut Ding braucht Weile.“
Sie hat Probleme beim binokularen Sehen, sie verliert oft die Zeile beim Lesen und hat dadurch eine schwer leserliche Schrift. Was wiederum auf eine schlechte Auge-Hand-Koordination deutet, da es ihr nicht gelingt in der Zeile beim Schreiben und Rechnen zu bleiben. Zu Beginn benutzt das Kind seine Augen und Hände zum Erfassen einfacher Mengen, wie das Abzählen von Äpfeln, Stiften etc.
Das Lesen, Schreiben und Rechnen ist bedeutsam für die visuelle Figur-Grundwahrnehmung. Anhand dieser können die Kinder Geschriebenes zweidimensional aus dem Hintergrund herausfiltern. Damit dies möglich ist, muss es Gegenstände mit seinen eigenen Händen erfassen und spüren.
Das Mädchen vertauscht auch oft Buchstaben wie d/b, p/q, n/u und Zahlen 6/9, 4/7, 54/45 was auf eine Problematik in der visuellen Raum-Lage-Wahrnehmung und auf ein schlechtes Körperschema hinweist.
Einem Kind wie Michelle kann die SI-Mototherapie® und das RMT viele Chancen bieten, um sich das Leben zu erleichtern.
Einige Ideen für Ihr Kind, die Sie mit ihm zu Hause umsetzen können:
Nehmen Sie eine leere Baumwolltasche oder wenn vorhanden einen Tastsack. In diesen können Sie jeweils zwei gleiche Gegenstände füllen. Bausteine, Tiere, Autos, Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Kind soll die Gegenstände mit seinen Händen ertasten, wenn dies nicht machbar ist, kann man eine Augenbinde verwenden. Das Kind soll zuerst einen herausziehen und dann den zweiten. Die Schwierigkeit kann je nach Bedarf gesteigert werden. Diese soll es benennen, so wird der Wortschatz erweitert.
Beim Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst! Und das ist Blau!“ werden die sechs Augenmuskeln trainiert. Der Wortschatz wird erweitert und das Interesse für die Umgebung geweckt.
Anhand einfacher Fingerspiele wird die Auge-Hand Koordination gefördert: „Das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen usw.“

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Geräuschempfindlichkeit Höhenangst Kopfkontrolle Körperhaltung Leseschwäche niedrige Muskelspannung Rechenschwäche Rechtschreibschwäche Reisekrankheit Rumpfstabilität